Die Existenz einer Glutenunverträglichkeit – auch Zöliakie oder Sprue genannt – ist mittlerweile fast jedem bekannt. Viele Betroffene merken aber häufig gar nicht, dass Sie an einer Glutenunverträglichkeit leiden. Die im allgemeinen bekannten Symptome, wie Bauchschmerzen oder Durchfall, treten nicht auf. Zwei Symptome, die selten mit einer Zöliakie in Verbindung gebracht werden, sind Haut- und Haarprobleme.

Symptome der Zöliakie

Zöliakie ist eine chronische Erkrankung. Die Krankheit tritt in der Regel schon im Kindesalter auf. Wodurch diese ausgelöst wird, ist bis heute noch nicht vollständig erforscht. Es handelt sich aber um eine genetische Veranlagung. Betroffene besitzen eine Unverträglichkeit gegenüber Klebeeiweißen, die in nahezu jeder Getreidesorte vorkommen. Durch die Aufnahme von Gluten wird die Dünndarmschleimhaut beschädigt. Zöliakie ist nicht heilbar. Erkrankte müssen ein Leben lang auf eine möglichst glutenfreie Ernährung achten. Die Symptome einer Zöliakie sind vielfältig. Einige Betroffene haben sogar über Jahre keine auffälligen Anzeichen. Zu den Symptomen gehören:

  • Durchfall, Völlegefühl, Blähungen, Gewichtsabnahme
  • Knochenschmerzen, Verspannungen, Kopfschmerzen
  • Müdigkeit, Depressionen, Konzentrationsstörungen
  • Appetitlosigkeit, Erbrechen
  • Hautausschlag, Juckreiz, Pickel
  • Haarausfall

Leiden Sie unter Zöliakie?

Bemerkt der Betroffene ein häufiges Wiederkehren der Symptome, sollte er zunächst einmal beobachten, ob er in dieser Zeit Gluten zu sich genommen hat. Häufig hilft es ein paar Tage bewusst auf Gluten zu verzichten, um einen Unterschied zu merken. Treten bestimmte Symptome gehäuft auf, ist ein Test auf Glutenunverträglichkeit der nächste Schritt. Dafür kann ein Arzt konsultiert oder für einen ersten Hinweis zunächst ein Schnelltest aus der Apotheke durchgeführt werden. Mit dem Schnelltest von GlutenCHECK testen Sie anhand eines Bluttropfens ob IgA Antikörper im Blut vorhanden sind. Ist dies nicht der Fall, kann eine Glutenunverträglichkeit ausgeschlossen werden. Ein Schnelltest kann eine richtungsweisende Erstdiagnose sein.

Zöliakie kann Einfluss auf die Haut haben

Das Haut- und Haarprobleme durch die Ernährung bedingt sein können, ist den meisten bekannt. Das juckende Haut, Akne und Pickel häufige Begleiterscheinungen einer Zöliakie sind, wird aber nur selten bedacht. Eine Hauterkrankung, die mit Zöliakie in Verbindung steht, im deutschsprachigen Raum aber nur selten auftritt, ist Dermatitis herpetiformis Duhring (DHD). DHD ist eine chronische Hauterkrankung, bei der die betroffene Haut zunächst stark juckt und später Pusteln und Blasen auftreten. Betroffene leiden meist nur unter einer schwachen Form der Zöliakie, weswegen weitere Symptome nur selten auftreten.

Die Deutsche Zöliakie Gesellschaft rät Zöliakie-Erkrankten dazu, auch bei Kosmetik auf Gluten zu verzichten. Viele Kosmetikartikel enthalten glutenhaltige Inhaltsstoffe, die Sie auf den ersten Blick nicht erkennen: Triticum aestivum (Weizen), Secale cereale (Roggen), Hordeum vulgare (Gerste). Gesetzlich sind Firmen nicht dazu verpflichtet, Gluten auf Ihren Produkten zu kennzeichnen. Die Firma Bionike hat sich auf eine glutenfreie Kosmetik spezialisiert. Die Produkte enthalten auch keine Duft- oder Konservierungsstoffe, weshalb sie auch für Frauen mit empfindlicher Haut geeignet sind.

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