Wien (OTS) – „Die Kostenexplosion beim Treibstoff bringt die
Unternehmen im
gesamten Transport und Verkehr enorm unter Druck, das reicht von den
Güterbeförderern über Kleintransporteure, Taxibetreiber bis hin zu
Busunternehmen. Seit Jahresanfang ist der Preis von Diesel von 1,492
auf 2,109 Euro und somit um mehr als 41 Prozent gestiegen. Das
bedeutet für unsere Transport- und Busunternehmen Mehrkosten von rund
130 Millionen Euro im Monat“, rechnet Alexander Klacska, Obmann der
Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer
Österreich (WKÖ), vor und warnt: „Das ist ein Betrag, den die
Unternehmen nicht lange stemmen werden können.“
Die Wettbewerbsfähigkeit der Branche ist schließlich schon seit
längerem in Gefahr. Bereits vor dem jüngsten Anstieg der Dieselpreise
waren die Unternehmen mit massiv steigenden Energiepreisen,
steigenden Mautkosten sowie zusätzlichen Kosten durch die CO₂-Abgabe
konfrontiert. Die Kompensation der CO₂-Abgabe für den Transportsektor
blieb entgegen früheren Zusagen aber aus.
Diese schwierige Lage der Branche spiegelt sich auch in aktuellen
Zahlen wider: Im Jahr 2025 ist das Transportaufkommen
österreichischer Straßengüterverkehrsunternehmen um rund 2 % auf 359
Millionen Tonnen gesunken, die Transportleistung ging um 0,6 % auf
25,9 Milliarden Tonnenkilometer zurück. „Damit verzeichnet die
Branche bereits das vierte Minus in Folge, das sollte allen ein
Warnsignal sein“, so Klacska. „Aber auch in anderen Bereichen gibt es
massive Probleme. Zum Beispiel sehen sich viele private
Busunternehmen kaum noch in der Lage, Schülertransporte anzubieten.
Wir brauchen daher eine umgehende und spürbare Entlastung für die
gesamte Branche“, sagt der Bundesspartenobmann.
Konkret fordert er einen Gewerbediesel für die gesamte Branche.
„Das heißt, die Steuermehreinnahmen, die der aktuelle Preisanstieg
dem Finanzminister beschert, müssen 1:1 zurückgegeben werden“, sagt
der Bundesspartenobmann. Denn die Maßnahmen der sogenannten
Spritpreisbremse reichen bei weitem nicht. Vielmehr sollte die CO₂-
Bepreisung befristet ausgesetzt oder zumindest gesenkt werden und die
Mineralölsteuer auf EU-Mindestniveau sinken. „Das könnte ganz einfach
in Form einer pauschalen Rückvergütung erfolgen“, schlägt Klacska
vor. Berechnet nach dem aktuellen Preisanstieg würden die Unternehmen
damit 205 Euro pro 1000 Liter gewerblich getanktem Diesel
zurückbekommen. (PWK139/DFS)