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„Herzbobil NÖ“: LK Mödling startet Home-Monitoring bei Herzschwäche

St. Pölten (OTS) – Mit „HerzMobil“, einem innovativen
Home-Monitoring-Programm für
Patientinnen und Patienten mit Herzschwäche (Herzinsuffizienz), wird
nun – nach dem Projektstart in Wiener Neustadt – auch im
Landesklinikum Mödling ein Versorgungsmodell gestartet. In weiterer
Folge die schrittweise Ausrollung auf ganz Niederösterreich geplant.

„HerzMobil NÖ bringt für alle Seiten entscheidende Vorteile: Für
die Patientinnen und Patienten bedeutet es mehr Sicherheit und
Lebensqualität. Für die Angehörigen bringt es Entlastung und
Unterstützung im Alltag. Gleichzeitig profitiert das
Gesundheitssystem durch einen effizienteren Einsatz von Ressourcen,
da Wiederaufnahmen ins Krankenhaus reduziert werden. Damit setzen wir
ein starkes Signal für eine moderne und innovative
Gesundheitsversorgung in Niederösterreich“, betont der für die
Landeskliniken zuständige Landesrat Anton Kasser.

Herzinsuffizienz zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen
und ist eine der Hauptursachen für Krankenhausaufenthalte. Ziel des
neuen Programms ist es, die medizinische Betreuung zu verbessern,
Spitalsaufenthalte zu reduzieren und die Lebensqualität der
Betroffenen nachhaltig zu steigern. Geeignete Patientinnen und
Patienten werden am Landesklinikum Mödling medizinisch untersucht,
evaluiert und für das Programm ausgewählt. Nach der Aufnahme in das
Home-Monitoring-Programm erfolgt die weitere kontinuierliche
Betreuung sowie die organisatorische und telemedizinische Abwicklung
über das Universitätsklinikum Wiener Neustadt.

„Kernstück des Programms ist ein strukturiertes Home Monitoring
über ein Mobiltelefon. In den ersten drei Monaten nach Aufnahme in
das Programm erfassen Patientinnen und Patienten regelmäßig relevante
Gesundheitsdaten wie Gewicht, Blutdruck, Herzfrequenz und Symptome
direkt über ein eigenes Handy“, erklärt der Ärztlicher Leiter Martin
Grübler. „Die erhobenen Daten werden sicher übermittelt und von
Ärztinnen und Ärzten telemedizinisch ausgewertet. Auf Basis dieser
Informationen kann die Therapie zeitnah optimiert und individuell
angepasst werden – ohne dass dafür ein persönlicher Ordinationsbesuch
erforderlich ist.“

Das Programm richtet sich insbesondere an:

Patientinnen und Patienten mit diagnostizierter chronischer
Herzinsuffizienz in Phasen

mit hohem Risiko

Personen nach einem kürzlichen Krankenhausaufenthalt aufgrund
einer

Herzschwäche

Personen mit fortgeschrittener chronischer Herzinsuffizienz

Personen in besonderen Umständen, zum Beispiel: Patientinnen mit
Herzinsuffizienz

in der Schwangerschaft, Personen mit Herzpumpe

Durch die enge telemedizinische Begleitung in der sensiblen Phase
nach Spitalsentlassung können Verschlechterungen frühzeitig erkannt
und Gegenmaßnahmen rasch eingeleitet werden.

Silvia Bodi, Geschäftsführerin der Gesundheit Thermenregion: „Mit
dem Start von HerzMobil in Mödling setzen wir den nächsten wichtigen
Schritt nach Wiener Neustadt und treiben die regionale
Weiterentwicklung konsequent voran. Unser Ziel ist es, dieses
innovative Versorgungsmodell schrittweise an allen Standorten der
Thermenregion zu etablieren und damit möglichst vielen Patientinnen
und Patienten eine moderne, wohnortnahe Betreuung zu ermöglichen. Die
enge Vernetzung unserer Kliniken ist dabei ein entscheidender
Erfolgsfaktor.“

Die Ärztliche Direktorin des Landesklinikums, Claudia Herbst,
betont abschließend: „Mit dem Start am Klinikstandort Mödling wird
ein wichtiger Schritt in Richtung moderner, digital unterstützter
Versorgung an unserem Standort gesetzt.“

Das Programm HerzMobil Niederösterreich wird gefördert von NÖGUS,
ÖGK, BVAEB und SVS.

Weitere Informationen bei Gudrun Wittmann, BA, MSc,
Landesklinikum Baden-Mödling, +43 (0) 676 858 55 31540, pressebn@noe-
lga.at , pressemd@noe-lga.at