Wien (OTS) – Neue Handelsrouten zwischen Europa und Asien, steigende
Investitionen
in Zentralasien und die wachsende geopolitische Bedeutung des
sogenannten Middle Corridor rücken Kasachstan zunehmend in den Fokus
österreichischer Unternehmen. Mit der Austrian-Kazakh Connectivity
Platform (AKCP) wurde deshalb eine neue wirtschaftsorientierte
Plattform geschaffen, die Unternehmen beider Länder vernetzen und den
Ausbau der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen nachhaltig unterstützen
soll. Im Rahmen einer feierlichen Gründungsveranstaltung im
Restaurant Kelsen des Österreichischen Parlaments wurde die
Initiative gestern offiziell vorgestellt. Rund 150 Vertreterinnen und
Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Diplomatie und Industrie nahmen
teil und unterstrichen damit das große Interesse an einer engeren
wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Österreich und Kasachstan.
Kasachstan ist die größte Volkswirtschaft Zentralasiens und zählt
zu den wichtigsten Partnern der Europäischen Union in der Region. Als
zentrale Drehscheibe entlang des Middle Corridor gewinnt das Land für
Handel, Transport und internationale Lieferketten zunehmend an
Bedeutung – für österreichische Unternehmen eröffnen sich dadurch
attraktive Chancen, insbesondere in Infrastruktur, Logistik,
Bahnindustrie, Energie, Maschinenbau, industrieller Modernisierung
sowie innovativen Technologien.
Die AKCP versteht sich als zentrale Anlaufstelle für Unternehmen,
die diese Geschäftsmöglichkeiten erschließen oder bestehende
Aktivitäten ausbauen möchten. Sie vernetzt mit Entscheidungsträgern
aus Politik und Wirtschaft, unterstützt bei Marktinformationen und
regulatorischen Fragestellungen, identifiziert Kooperationspotenziale
und begleitet Delegationsreisen sowie den Aufbau langfristiger
Partnerschaften. Ziel ist es, den wirtschaftlichen Austausch zwischen
Österreich und Kasachstan nachhaltig zu stärken und Unternehmen einen
strukturierten Zugang zu einem der dynamischsten Wachstumsmärkte
Zentralasiens zu ermöglichen.
Zu den Ehrengästen des Abends zählten Nationalratspräsident
Walter Rosenkranz, der kasachische Botschafter S.E. Muchtar
Tileuberdi, Aidar Ryskulov (Managing Director for Economics and
Finance des Staatsfonds Samruk-Kazyna, Chairman des Board of
Directors von Kazakhstan Temir Zholy), Severin Gruber (
Generalsekretär im Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und
Tourismus) sowie Anuar Akhmetzhanov (stellvertretender
Vorstandsvorsitzender von Kazakhstan Temir Zholy). Im Mittelpunkt
standen Investitionsmöglichkeiten, Infrastrukturprojekte und die
Zusammenarbeit entlang des Middle Corridor. Eine Podiumsdiskussion zu
konkreten Kooperationsfeldern brachte unter anderem Zeyba Agalarova (
KTZ Express), Thomas Kargl (ÖBB Rail Cargo Austria) und Igor Sekardi
(Industriellenvereinigung) zusammen.
„ Österreich verfügt über hervorragende Unternehmen, großes
technologisches Know-how und hohe Innovationskraft. Kasachstan bietet
gleichzeitig enormes wirtschaftliches Potenzial und entwickelt sich
zu einem der wichtigsten Partner Zentralasiens. Unsere Aufgabe ist
es, beide Seiten zusammenzubringen und aus guten Gesprächen konkrete
Kooperationen entstehen zu lassen. Die große Resonanz auf unsere
Gründungsfeier zeigt, dass dafür ein klarer Bedarf besteht “, so
Prof. Dr. Karl Jurka, Präsident der AKCP.
„ Die AKCP versteht sich als Brückenbauer zwischen zwei
Wirtschaftsräumen. Unser Ziel ist es, Unternehmen Orientierung zu
geben, Netzwerke zu schaffen und langfristige Partnerschaften
aufzubauen. Gerade in Zeiten geopolitischer Veränderungen und neuer
internationaler Handelsrouten braucht es verlässliche Plattformen,
die den direkten Austausch fördern „, so Dr. Alexander Schierhuber,
Honorarkonsul der Republik Kasachstan in Niederösterreich und
Vizepräsident der AKCP.
„ Internationale Partnerschaften sind ein wesentlicher
Erfolgsfaktor für einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort. Die
Austrian-Kazakh Connectivity Platform schafft einen strukturierten
Rahmen, um Unternehmen miteinander zu vernetzen, neue Märkte zu
erschließen und langfristige wirtschaftliche Kooperationen aufzubauen
“, so Ing. KR Wolfgang Hesoun , Vizepräsident der Austrian-Kazakh
Connectivity Platform.
Den Ausgangspunkt bildete eine österreichische
Wirtschaftsdelegation nach Kasachstan im November 2025 unter der
Schirmherrschaft des Zweiten Nationalratspräsidenten Peter Haubner,
im Zuge derer auch eine engere Zusammenarbeit zwischen den
Bahngesellschaften beider Länder angestoßen wurde. Im April 2026 nahm
die Idee einer dauerhaften Plattform bei einem Arbeitsessen mit
Botschafter Tileuberdi konkrete Formen an. Zusätzlichen Rückenwind
erhielt das Vorhaben durch den Arbeitsbesuch von Außenministerin
Beate Meinl-Reisinger und Innenminister Gerhard Karner in Kasachstan
im Mai 2026, der die guten bilateralen Rahmenbedingungen für eine
weitere Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen unterstrich.
Mit der Gründungsveranstaltung beginnt zugleich die operative
Arbeit der AKCP. Bereits im Herbst 2026 ist die nächste
österreichische Wirtschaftsdelegation nach Kasachstan geplant.
Darüber hinaus werden Wirtschaftsforen, Unternehmensdialoge,
Fachveranstaltungen und Delegationsreisen den kontinuierlichen
Austausch zwischen Wirtschaft, Politik und Institutionen beider
Länder fördern. Die AKCP soll sich damit als langfristige Plattform
für den Ausbau der österreichisch-kasachischen Wirtschaftsbeziehungen
etablieren.
Über die Austrian-Kazakh Connectivity Platform (AKCP)
Die Austrian-Kazakh Connectivity Platform (AKCP) ist eine
unabhängige, praxisorientierte Plattform zur Förderung der
wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Österreich und Kasachstan.
Sie unterstützt Unternehmen bei der Geschäftsanbahnung, beim
Markteintritt, bei der Vernetzung mit Entscheidungsträgern sowie bei
der Entwicklung konkreter Kooperationsprojekte. Schwerpunkte liegen
insbesondere in den Bereichen Infrastruktur, Logistik, Bahnindustrie,
Energie, Maschinenbau und industrielle Modernisierung. Darüber hinaus
bietet die AKCP Marktinformationen, regulatorische Orientierung,
Business-Matchmaking, Fachveranstaltungen, Delegationsreisen und
Dialogformate mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik,
Wirtschaft und Institutionen beider Länder.
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