Wien (OTS) – Der börsennotierte Faserhersteller Lenzing kündigte am
Montagabend
an, die Faserproduktion am Standort Heiligenkreuz bis Ende 2026
einzustellen. Betroffen sind 285 Beschäftigte. FPÖ-Generalsekretär
und Heimatschutzsprecher NAbg. Michael Schnedlitz übte daraufhin
scharfe Kritik an der Standortpolitik der Bundesregierung: „Das
Produktions-Aus bei Lenzing ist die Folge der Show- und
Ankündigungspolitik dieser Verlierer-Ampel. Stocker und
Hattmannsdorfer reden den Standort bei jeder Pressekonferenz schön
und kündigen Entlastungen für irgendwann an – und in der Zwischenzeit
sperren die Betriebe zu. Diese Regierung vernichtet mit ihrer Politik
des ewigen Ankündigens und Vertagens Existenzen: Existenzen von
Unternehmen und Existenzen der Familien der Arbeiter und
Angestellten!“
Geradezu entlarvend sei der Zeitplan der Regierung, so
Schnedlitz. Erst Mitte Juni habe ÖVP-Finanzstaatssekretärin Barbara
Eibinger-Miedl im Interview mit der Tageszeitung „Heute“ erklärt, die
Senkung der Lohnnebenkosten im Ausmaß von zwei Milliarden Euro sei
„für 2028 fix vereinbart“. „2028! Das muss man sich auf der Zunge
zergehen lassen: In Heiligenkreuz soll bereits Ende 2026 Schluss
sein, aber die große Entlastung dieser Regierung kommt angeblich zwei
Jahre danach. Wenn sie überhaupt kommt, denn das Budget der Regierung
ist auf Sand gebaut und davor warnen wir Freiheitlichen seit Monaten.
Das ist Standortpolitik im Rückspiegel. Diese Ampel produziert
Pressekonferenzen statt Rahmenbedingungen und Überschriften statt
Arbeitsplätze und statt wettbewerbsfähiger Rahmenbedingungen!“
Die FPÖ fordere daher eine sofortige Standortoffensive – kein
bloßes Lippenbekenntnis für 2028, sowie ein sofort wirksames
Industriepaket bei Energiepreisen, Lohnnebenkosten und Bürokratie.
Schnedlitz abschließend: „Jeder Tag, den diese Versager-Regierung mit
Show und Selbstbeweihräucherung vergeudet, kostet unser Land
Substanz, Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Österreich braucht keine
Ankündigungsweltmeister, sondern eine Regierung, die handelt – und
die gibt es nur mit einem Volkskanzler Herbert Kickl!“