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Hitze, Waldbrände, Erdbeben und Krieg: Versorgung muss krisenfest sein

Wien (OTS) – Auch in Krisen und Katastrophen müssen lebenswichtige
Arzneimittel
zuverlässig bei den Menschen ankommen. Dafür braucht es
widerstandsfähige Lager- und Lieferstrukturen, die selbst bei
Stromausfällen, Extremwetterereignissen, technischen Störungen oder
geopolitischen Krisen funktionsfähig bleiben.

Mit dem Resilienz kritischer Einrichtungen-Gesetz, kurz RKEG,
wurde in Österreich ein neuer gesetzlicher Rahmen geschaffen, um die
Versorgungssicherheit in zentralen Bereichen langfristig zu stärken.
Als unverzichtbarer Bestandteil der Arzneimittelversorgung sind davon
auch alle fünf Arzneimittel-Vollgroßhändler explizit erfasst.

Ein Ausfall eines Vollgroßhändlers oder mehrerer seiner Standorte
hätte erhebliche Auswirkungen auf die Versorgung mit Arzneimitteln.
Die in der PHAGO zusammengeschlossenen Arzneimittel-Vollgroßhändler
arbeiten daher laufend daran, ihre Widerstandsfähigkeit weiter
auszubauen.

„Resilienz bedeutet nicht, jedes denkbare Szenario vorherzusagen.
Entscheidend ist, auch dann handlungsfähig zu bleiben, wenn die Lage
unübersichtlich ist. Dafür braucht es klare Zuständigkeiten,
belastbare Prozesse und geeignete technische Strukturen“ , erklärt
Mila Pohl, stellvertretende Generalsekretärin der PHAGO.

Zu den zentralen Maßnahmen zählen:

–

Notstromaggregate samt Dieseltanks für Arzneimittellager , damit
der Betrieb auch bei länger andauernden Stromausfällen
aufrechterhalten werden kann.

–

Absicherung der Kühlung temperatursensibler Arzneimittel , um
Unterbrechungen der Kühlkette zu vermeiden.

–

Alternative Lager- und Auslieferungsstandorte , von denen die
Versorgung bei Ausfällen durch Hochwasser, Brand, Sabotage oder
technische Defekte vorübergehend übernommen werden kann.

–

Priorisierung versorgungskritischer Arzneimittel , darunter
Notfallmedikamente und Präparate für die Akutversorgung.

–

Bevorratung aller Arzneimittel für einen durchschnittlichen
Bedarf von vier Wochen.

–

Physischer Schutz der Lagerstandorte , unter anderem durch
personalisierte Zutrittsberechtigungen, getrennte Sicherheitszonen
und die Überwachung besonders sensibler Bereiche.

–

Schutz vor klimabedingten Gefahren wie Hochwasser, extremer Hitze
und anderen Unwetterereignissen.

Bereits während der COVID-19-Pandemie haben die Arzneimittel-
Vollgroßhändler gezeigt, dass sie auch unter außergewöhnlichen
Bedingungen handlungsfähig bleiben und die Versorgung
aufrechterhalten können.

PHAGO-Generalsekretärin-Stellvertreterin Mila Pohl erklärt: „Wir
haben bereits in der COVID-19-Pandemie sehr klar gezeigt, dass die
Arzneimittel-Vollgroßhändler resilient handeln und dafür laufend in
die Maßnahmen investieren. Wichtig bei diesem Gesetz ist, dass man am
Ende nicht mehr Papier produziert, sondern zusätzliche
Versorgungssicherheit in Österreich schafft.“