Wien. (OTS) – Die Inflation in Österreich geht laut Schnellschätzung
der Statistik
Austria für Juli leicht zurück. Dämpfende Maßnahmen wie Senkung der
Mehrwertsteuer wirken, gleichzeitig bleibt der Preisdruck hoch. „Vor
allem Sprit, Heizöl und Dienstleistungen treiben die Preise weiter
nach oben“, sagt Angela Pfister, Leiterin des Volkswirtschaftlichen
Referats im ÖGB.
Besonders kritisch sieht der ÖGB die Entwicklung bei den
Treibstoffpreisen: „In kurzer Zeit sind die Preise drastisch
gestiegen – das belastet Pendlerinnen und Pendler sowie alle, die
beruflich auf das Auto angewiesen sind und Familien massiv“, so
Pfister. Für viele Arbeitnehmer:innen ist ein Umstieg auf öffentliche
Verkehrsmittel keine realistische Option, weshalb gezielte Entlastung
nötig sei.
Spritpreisbremse ohne Margenregelung
Kritik übt der ÖGB erneut an der Verlängerung der
Spritpreisbremse ohne Margenregelung: „Es ist nicht nachvollziehbar,
warum ein wirksames Instrument zur Begrenzung von Margen abgeschwächt
wurde und jetzt gar nicht mehr eingesetzt wird, während die Preise
für Sprit massiv gestiegen sind. Jetzt braucht es eine klare
Nachschärfung statt halber Lösungen“, betont Pfister.
Zudem fordert der ÖGB mehr Transparenz bei der Preisbildung sowie
die rasche Veröffentlichung der angekündigten Untersuchung zu den
Treibstoffpreisen. „Die Bevölkerung hat ein Recht darauf zu wissen,
warum Tanken so teuer ist und wer von den Preissteigerungen
profitiert“, so Pfister.
Forderungen des ÖGB
–
Wirksame Margenregelung zur Begrenzung der Spritpreise und Heizöl
– Mehr Transparenz und strengere Regulierung bei Preisnotierungen
– Rasche Entlastung für Arbeitnehmer:innen und Veröffentlichung der
Untersuchung zu Treibstoffpreisen
Über uns:
Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) vertritt rund 1,2
Millionen Arbeitnehmer:innen in Österreich. Gemeinsam mit seinen
sieben Gewerkschaften setzt sich der ÖGB als überparteiliche
Interessenvertretung für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und
Gehälter sowie soziale Gerechtigkeit ein.
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