Schönheit

AK Oberösterreich: Betriebe müssen Beschäftigte noch besser vor Hitze am Arbeitsplatz schützen

Linz (OTS) – Die Hitze macht das Arbeiten für viele Beschäftigte, die
im Freien
arbeiten, an immer mehr Tagen im Jahr nahezu unerträglich. Gleiches
gilt vielerorts für die Arbeit in Innenräumen. Es ist höchste Zeit,
dass Arbeitsplätze an diese neuen klimatischen Realitäten angepasst
werden. „ Wir brauchen zeitgemäße gesetzliche Regelungen für
Hitzeschutz am Arbeitsplatz und die Betriebe müssen diese umgehend
umsetzen “, fordert daher AK-Präsident Andreas Stangl.

„ Rekordtemperaturen und immer häufigere, längere und intensivere
Hitzewellen vermindern nicht nur die körperliche und geistige
Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz. Sie gefährden die Gesundheit und
die Sicherheit der Beschäftigten. Denn wer bei extremer Hitze
arbeitet, hat ein erhöhtes Risiko für Kreislaufprobleme und
Arbeitsunfälle “, sagt Prof. DI Dr. Hans-Peter Hutter von der MedUni
Wien.

Gesundheitliche Beschwerden wie Hitzeermüdung, Hitzekrämpfe,
Hautausschläge, Herz-Kreislauf-Probleme oder Dehydrierung treten
bereits ab 30 Grad gehäuft auf. „ Viele Beschäftigte sind abhängig
von Hitzeschutzmaßnahmen am Arbeitsplatz. Und die sind mancherorts
nicht ausreichend “, betont Andreas Stangl.

Die Hitzeschutz-Verordnung, die seit Beginn des Jahres in Kraft ist,
soll alle Berufsgruppen, die im Freien arbeiten, bestmöglich
schützen. „ Sie ist ein wichtiger vorsorgemedizinischer Schritt und
eine notwendige Anpassung an heiße Zeiten. Aber aus ärztlicher Sicht
kann und darf das nicht der letzte Schritt gewesen sein “, sagt
Professor Hans-Peter Hutter.

Denn auch in Innenräumen ist das Arbeiten im Sommer für viele
Arbeitnehmer:innen sehr belastend. Es gibt zwar eine gesetzliche
Temperaturobergrenze von 25 Grad Celsius, allerdings auch zahlreiche
Ausnahmen für diese Vorgabe.

„ Dank der neuen gesetzlichen Regelung für Arbeitsplätze im Freien
müssen Betriebe bereits diesen Sommer Hitzeschutzmaßnahmen umsetzen.
Angesichts der hohen Temperaturen sollten sie dabei keine Zeit
verlieren. Für Arbeitsplätze in Innenräumen bedarf es hingegen
dringend gesetzlicher Verbesserungen, denn alle Beschäftigten müssen
gleichwertig vor Hitze am Arbeitsplatz geschützt werden. Schließlich
geht es um ihre Sicherheit und Gesundheit “, sagt AK-Präsident
Andreas Stangl.