Wien (OTS) – „Was macht Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig
eigentlich
hauptberuflich?“, fragte heute FPÖ-Agrarsprecher NAbg. Peter
Schmiedlechner angesichts der jüngsten Aussendung des ÖVP-
Landwirtschaftsministers zur historischen Dürre.
„Die massiven Schäden durch die Dürre und die drohende
Futterknappheit waren seit Wochen, wenn nicht seit Monaten, absehbar.
Ebenso kämpfen unsere Bäuerinnen und Bauern mit einem massiven
Preisverfall bei zahlreichen landwirtschaftlichen Produkten. Trotzdem
präsentiert die Bundesregierung wieder einmal keine konkreten
Lösungen, sondern kündigt lediglich an, Maßnahmen erst vorbereiten zu
wollen“, so Schmiedlechner.
„Gerade in einer derart außergewöhnlichen Situation braucht es
entschlossenes Handeln und keine PR-Aussendungen. Wer rasch hilft,
hilft doppelt. Die Betriebe brauchen jetzt Liquidität,
Planungssicherheit und verlässliche Perspektiven – nicht irgendwann,
sondern sofort“, betonte der Freiheitliche.
Die FPÖ fordert daher ein umgehendes Hilfspaket für die von der
Dürre betroffenen Betriebe. Dazu gehören das Vorziehen der
Agrarausgleichszahlungen (ÖPUL-Gelder), die Übernahme der
Sozialversicherungsbeiträge für landwirtschaftliche Betriebe sowie
ein Unterstützungspaket für tierhaltende Betriebe beim Futterzukauf.
„Ein solcher Plan hätte längst vorliegen müssen. Es ist beschämend,
dass der Landwirtschaftsminister – wie so oft – keinen Plan hat und
stattdessen bloß Ankündigungen verbreitet“, kritisierte
Schmiedlechner. Auch unbürokratische Soforthilfen, etwa
Erleichterungen für Biobetriebe beim Futterzukauf ohne zusätzliche
Auflagen, wären rasch umsetzbar und würden den betroffenen Betrieben
unmittelbar helfen.
„Während Totschnig erst Gespräche ankündigt, stehen viele
Landwirte bereits vor der existenziellen Frage, wie sie ihre Tiere
über den Winter bringen sollen. Notverkäufe von Tieren sind bereits
Realität. Die Bundesregierung hätte längst handeln müssen. Wieder
einmal kommt sie zu spät.“
„Unsere Bauern ernähren Österreich. Sie verdienen in dieser
Krisensituation keine leeren Worte, sondern konkrete und rasche
Unterstützung. Bleibt diese Bundesregierung weiterhin untätig, könnte
das für viele landwirtschaftliche Betriebe den Todesstoß bedeuten.
Die Folgen werden jedoch nicht nur die Bäuerinnen und Bauern treffen
– spätestens im kommenden Jahr werden auch die Konsumenten die
Auswirkungen in Form höherer Preise beim Lebensmitteleinkauf deutlich
zu spüren bekommen. Planungssicherheit und Versorgungssicherheit
entstehen durch entschlossenes Handeln – nicht durch Ankündigungen“,
so Schmiedlechner abschließend.