Wien (OTS) – „Mit seiner Aussage, Kinderbetreuung sei für ihn keine
Arbeit, hat
ÖVP-Kanzler Christian Stocker jede Grenze des Anstands überschritten.
Das ist eine ungeheuerliche Entgleisung, ein Schlag ins Gesicht aller
Mütter und Familien in Österreich und eine beispiellose
Geringschätzung jener Menschen, die tagtäglich den wichtigsten Dienst
an unserer Gesellschaft leisten“, erklärte FPÖ-
Nationalratsabgeordnete und Bundesparteisprecherin Lisa Schuch-Gubik,
selbst Mutter eines einjährigen Sohnes.
„Während hunderttausende Mütter Tag für Tag rund um die Uhr
Verantwortung übernehmen und alles tun, um ihren Kindern ein gutes
Leben zu ermöglichen, degradiert und beleidigt sie der Bundeskanzler
auf offener Bühne. Wer Kinderbetreuung nicht als Arbeit anerkennt,
hat jeden Bezug zur Lebensrealität der Menschen verloren und
offenbart eine erschreckende Verachtung gegenüber Familien.“
Besonders skandalös sei, dass Stocker diese Aussagen ausgerechnet
im Rahmen seiner Österreich-Tour tätige, die von den Steuerzahlern
finanziert werde. „Die Österreicher müssen dafür bezahlen, dass der
Bundeskanzler durchs Land reist und dabei Mütter verhöhnt und ihre
Lebensleistung kleinredet. Mehr Arroganz und mehr Abgehobenheit sind
kaum vorstellbar. „Gerade Familien und insbesondere Mütter werden von
dieser Bundesregierung belastet und allein gelassen. Statt endlich
echte Entlastungen für Mütter zu schaffen, werden sie nun auch noch
öffentlich beleidigt. Das zeigt, welchen Stellenwert Familien in der
ÖVP tatsächlich haben – nämlich keinen.“
Stockers Aussagen seien eines Bundeskanzlers unwürdig. „Stocker
tritt damit in die Fußstapfen seines Vorgängers Nehammer, dessen
Burger-Video damals einen regelrechten Shitstorm auslöste. Danach
meinte ÖVP-Wirtschaftsminister sinngemäß, dass all jene, die nur
Teilzeit arbeiten, faul sind. Und nun eben der aktuelle Kanzler mit
seiner Salzburger Entgleisung. Wer Kinderbetreuung nicht als Arbeit
anerkennt, disqualifiziert sich selbst für das höchste Regierungsamt
des Landes. Ein Kanzler, der Mütter derart respektlos behandelt und
ihre tägliche Leistung verhöhnt, ist rücktrittsreif“, so Schuch-Gubik
abschließend.