Wien (OTS) – Der Verein zur Förderung freiwilliger sozialer Dienste
unterstützt
die Forderung, die Anrechenbarkeit des Freiwilligen Sozialen Jahres (
FSJ) auf den Zivildienst auch künftig sicherzustellen. Denn das FSJ
ist ein wichtiges Instrument, um junge Menschen für freiwilliges
Engagement und den Sozial- und Pflegebereich zu gewinnen. Mehr als 70
% der FSJ-Absolvent*innen entscheiden sich nach ihrem Einsatz für
eine Ausbildung im Sozialbereich.
„ Das Freiwillige Soziale Jahr ist eine Erfolgsgeschichte, die
man nicht durch zusätzliche Hürden gefährden sollte. Für viele junge
Männer ist die Möglichkeit, ein FSJ als Zivilersatzdienst zu leisten,
ein entscheidender Anreiz, sich für andere Menschen zu engagieren und
gleichzeitig wertvolle und vor allem gut begleitete Erfahrungen im
Sozialbereich zu sammeln “, betont Elisabeth Marcus,
Geschäftsführerin des Vereins zur Förderung freiwilliger sozialer
Dienste.
Zwtl.: Mehr Männer für soziale Berufe gewinnen
Gerade für taugliche junge Männer hat das FSJ eine besondere
Bedeutung. Es ermöglicht ihnen, ihren Zivilersatzdienst mit einer
bewussten Entscheidung für ein soziales Tätigkeitsfeld zu verbinden.
Damit schafft das FSJ auch einen wichtigen Zugang zu einer
Berufswelt, die nach wie vor stark weiblich geprägt ist.
„ Unsere Sozialeinrichtungen brauchen dringend mehr Menschen, die
sich für soziale Arbeit begeistern – und ganz besonders brauchen sie
mehr Männer. Das FSJ schafft dafür einen wichtigen Erstkontakt. Wer
mehrere Monate in der Pflege, Behindertenarbeit, Kinder- und
Jugendhilfe oder einem anderen sozialen Arbeitsfeld tätig ist, lernt
eine Berufswelt kennen, die ihm sonst vielleicht verborgen geblieben
wäre “, sagt Veronika Prüller-Jagenteufel, Vorsitzende des Vereins
zur Förderung freiwilliger sozialer Dienste.
Zwtl.: Mehr Wertschätzung für freiwilliges Engagement
Freiwilliges Soziales Jahr und Zivildienst erfüllen
unterschiedliche Funktionen, haben aber eine wichtige Gemeinsamkeit:
Sie bringen junge Menschen mit sozialen Aufgaben und
gesellschaftlicher Verantwortung in Berührung.
Diese verschiedenen Formen des Engagements sollten nicht
gegeneinander ausgespielt, sondern gemeinsam gestärkt werden.
Der Verein zur Förderung freiwilliger sozialer Dienste appelliert
an die politischen Entscheidungsträger*innen, die Anrechenbarkeit des
Freiwilligen Sozialjahres auf den Zivildienst zu bewahren und zwar
mit einer höchstens zwölfmonatigen Dauer des FSJ als Obergrenze. Nur
so kann das Versprechen des Regierungsprogramms, das freiwillige
soziale Engagement junger Menschen weiter aufzuwerten, eingehalten
werden.
„ Freiwilliges Engagement braucht Anerkennung, keine zusätzlichen
Hürden “, so Marcus und Prüller-Jagenteufel abschließend.
Der Verein zur Förderung freiwilliger sozialer Dienste
organisiert seit seiner Gründung 1968 das Freiwillige Soziale Jahr in
Österreich und wird von fünf Trägerorganisationen getragen: den
Pfadfinder*innen Österreichs, der Katholischen Jungschar, der
Katholischen Jugend, Kolping Österreich und der Jesuitenmission. In
den vergangenen 58 Jahren hat der österreichweit tätige Verein rund
14.000 junge Erwachsene durch ihren Freiwilligeneinsatz begleitet.
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