Wien (OTS) – Mit der Kriminaldienstreform setzt das Bundesministerium
für Inneres
die Modernisierung der Kriminalpolizei konsequent fort. Im
Mittelpunkt stehen neben dem flächendeckenden Ausbau der
Kriminalassistenzdienststellen (KAD) und der schrittweisen
Weiterentwicklung der Landeskriminalämter auch zentral die Errichtung
von neun Cybercrime-Training-Centern (CCTC). Aufgabe und Ziel der
CCTC ist es, regelmäßig und dauerhaft die Exekutivbediensteten im
breiten Aufgaben- und Wissensfeld „Cybercrime“ zu schulen und am
Laufenden zu halten.
„Durch die Einrichtung der Kriminalassistenzdienststellen stehen
Experten nicht nur im Bundeskriminalamt und in den
Landeskriminalämtern, sondern vor allem in den Regionen und damit
näher bei den Menschen zur Verfügung“, so Innenminister Gerhard
Karner.
Cybercrime-Training-Center werden schrittweise ausgebaut
Im Jahr 2025 wurden 63.459 Straftaten im Bereich „Cybercrime“
registriert. Gleich dem Vorjahr konnte hier erneut ein geringer
Anstieg an Straftaten vermerkt werden. Die Aufklärungsquote lag im
Jahr 2025 bei 30,8 Prozent und zeigt die Komplexität in der
Aufarbeitung von Straftaten im Internet. Diese Ergebnisse
unterstreichen die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Anpassung und
Verbesserung der kriminalpolizeilichen Maßnahmen.
Der Aufbau der Cybercrime-Training-Center schreitet planmäßig
voran. Bereits drei Standorte – in Oberösterreich, Kärnten und im
Burgenland – befinden sich im Vollbetrieb, die CCTC in den anderen
Bundesländern sind im Aufbau begriffen.
Kriminalassistenzdienste im Vollbetrieb
Österreichweit befinden sich von 38 vorgesehenen
Kriminalassistenzdienststellen bereits 36 in Betrieb. Seit September
2024 wurden bundesweit schrittweise zusätzliche mehr als 250
Arbeitsplätze in den Bereichen Tatortarbeit, IT-Forensik und
Kriminalprävention eingerichtet.