St. Pölten (OTS) – Die Niederösterreichische Wohnbauforschung (NÖ
Wohnbauforschung)
stellt seit 1991 ein zentrales Instrument des Landes Niederösterreich
zur Weiterentwicklung des Wohnbaus unter ökologischen, sozialen und
wirtschaftlichen Gesichtspunkten dar. „Vor dem Hintergrund von
steigenden Baukosten, Klimawandel, Ressourcenknappheit sowie
demografischen und gesellschaftlichen Veränderungen verfolgt das Land
Niederösterreich gemeinsam mit der NÖ Wohnbauforschung das Ziel,
wissenschaftliche Erkenntnisse zu erarbeiten und in praxisrelevante
Lösungen für den Wohnbau zu überführen. Sie ist damit ein
wesentlicher Impulsgeber für Innovationen und die kontinuierliche
Weiterentwicklung im Wohnbau“, so Wohnbau-Landesrätin Christiane
Teschl-Hofmeister.
Die NÖ Wohnbauforschung basiert auf einem kooperativen Ansatz der
Einbindung von wissenschaftlichen Einrichtungen, Universitäten,
Planungsbüros, Bauträgern sowie öffentlichen Institutionen.
Bearbeitet werden sowohl quantitative als auch qualitative
Forschungsansätze, die sowohl die Gebäude selbst, aber auch die
BewohnerInnen sowie den Freiraum um die Gebäude betreffen. Verwendet
werden dabei Monitoringsysteme für realisierte Gebäude, Bewertungen
mit Lebenszyklusanalysen, sozioökonomische Evaluierungen und
Simulationen mit digitalen Zwillingen.
Die aktuellen Zielrichtungen betreffen insbesondere: Steigerung
der Energie- und Ressourceneffizienz im Neubau, der Sanierung und in
der Bestandsentwicklung, Sicherstellung von leistbarem und sozial
ausgewogenem Wohnraum, Förderung nachhaltiger Baustoffe und
kreislaufwirtschaftlicher Ansätze, Anpassung des Wohnens an sich
verändernde gesellschaftliche Rahmenbedingungen (z. B. Alterung der
Bevölkerung, veränderte Haushaltsstrukturen), Gestaltung des
Freiraums entsprechend den Zielen der Klimawandelanpassung, der
Vermeidung von Überhitzung und der Steigerung des Wasserrückhalts.
Die NÖ Wohnbauforschung leistet damit einen signifikanten Beitrag
zur Transformation des Wohnbausektors in Richtung Nachhaltigkeit und
Innovation. Durch die enge Verzahnung von Forschung und Praxis
ermöglicht sie die rasche Implementierung neuer Technologien und
Konzepte. Dabei wird angestrebt, mit den in Pilotprojekten gewonnenen
Erkenntnissen die Erreichung nationaler und europäischer Klima- und
Energieziele zu unterstützen. „Die gewonnenen Erkenntnisse werden
systematisch aufbereitet und dienen als Grundlage für politische
Entscheidungsprozesse, insbesondere im Bereich der Wohnbauförderung.
Die Stärke der NÖ Wohnbauforschung liegt in der interdisziplinären
Ausrichtung sowie in der konsequenten Verknüpfung von Forschung,
Förderung und Umsetzung, wodurch sie maßgeblich zur nachhaltigen
Entwicklung des Wohnens in Niederösterreich beiträgt“ so Teschl-
Hofmeister.
Weitere Informationen: Büro LR Teschl-Hofmeister, Pressesprecher
Mag. (FH) Dieter Kraus, Telefon 02742/9005-12655, E-Mail dieter.kraus
@noel.gv.at