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Elektrohandel: Auslaufen der Geräte-Retter-Prämie ist falsches Signal

Wien (OTS) – Das Auslaufen der Geräte-Retter-Prämie ist aus Sicht des
Elektrohandels ein völlig falsches Signal. Gerade erst wurde der
Reparaturbonus als Geräte-Retter-Prämie neu aufgesetzt – mit
reduziertem Budget und verändertem Produktumfang. Kaum haben sich
Betriebe und Konsument:innen darauf eingestellt, soll die Förderung
wieder beendet werden. Dieses ständige An- und Abschalten von
Fördermaßnahmen führt zu massiver Verunsicherung und löst
Zurückhaltung bei Reparatur- und Kaufentscheidungen aus.

„Bereits die Unterbrechung des Reparaturbonus hat deutlich
gezeigt, welche Folgen fehlende Planungssicherheit hat:
Konsument:innen warten ab – sowohl bei Reparaturen als auch bei
Neuanschaffungen. Für die Betriebe bedeutet das, dass sie Personal
abbauen und bereits aufgebaute Infrastruktur wieder zurückfahren oder
anpassen müssen. Was es braucht, sind verlässliche Rahmenbedingungen,
damit Unternehmen langfristig planen können und Konsument:innen nicht
verunsichert werden. Nur so können Reparaturangebote ausgebaut und
dauerhaft am Markt verankert werden“, betont Robert Pfarrwaller,
Obmann des Bundesgremiums Elektro- und Einrichtungsfachhandels in der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Die Geräte-Retter-Prämie ist ein wirksames Instrument für
Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung und regionale Wertschöpfung.
Reparaturen vermeiden Elektroschrott, sparen Rohstoffe und CO₂ und
stärken heimische Fachbetriebe. Zudem unterstützt die Prämie zentrale
Anforderungen der EU-Right-to-Repair-Richtlinie. Es stellt sich daher
die Frage, welche gleichwertige Maßnahme an ihre Stelle treten soll.
Die Beendigung der Geräte-Retter-Prämie ist jedenfalls das falsche
Signal. Eine Fortführung über 2026 hinaus ist im Sinne der Umwelt und
der Wirtschaft dringend gefordert.

Pfarrwaller hält fest: „Was Konsument:innen und Betriebe
brauchen, ist Beständigkeit statt Förder-Stop-and-Go.“ (PWK295/DFS)