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Photonen-Counting-CT (PCCT) am Universitätsklinikum St. Pölten

St. Pölten (OTS) – Mit der Inbetriebnahme eines
Photonen-Counting-Computertomographen (
PCCT) setzt das Universitätsklinikum St. Pölten einen bedeutenden
Meilenstein in der medizinischen Bildgebung. Die innovative
Technologie kommt erstmals in Niederösterreich zum Einsatz und
ermöglicht Untersuchungen mit bislang unerreichter Bildqualität.
Damit wird nicht nur die Diagnostik für Patientinnen und Patienten
weiter verbessert, sondern auch der überregionale Versorgungsauftrag
des Klinikums nachhaltig gestärkt.

Das universitäre radiologische Institut setzt auf Innovation und
neue Technologie in der bildgebenden Diagnostik. Mit der
Inbetriebnahme des neuen Photonen-Counting-Computertomographen steht
den Patientinnen und Patienten sowie den klinischen Partnern eine der
modernsten CT-Technologien weltweit zur Verfügung.

„Moderne Gesundheitsversorgung bedeutet, Entwicklungen frühzeitig
aufzugreifen und gezielt in zukunftsweisende Infrastruktur zu
investieren. Mit der Einführung dieser innovativen Technologie am
Universitätsklinikum St. Pölten stärken wir die langfristige
Leistungsfähigkeit unseres Gesundheitssystems und schaffen optimale
Rahmenbedingungen, um den steigenden Anforderungen in der
medizinischen Versorgung auch in Zukunft bestmöglich gerecht zu
werden,“ betont der für die Kliniken zuständige Landesrat Anton
Kasser.

„Die neue Technologie ermöglicht eine noch präzisere Diagnostik
und bietet unseren Patientinnen und Patienten eine schonende
Untersuchung auf höchstem medizinischem Niveau. Durch die
Neuanschaffung dieser Technologie wird der überregionale
Versorgungsauftrag sowie die Schwerpunktbehandlung im UK St. Pölten
gezielt gestärkt“, erklärt Vorständin der NÖ Landesgesundheitsagentur
Elisabeth Bräutigam.

Der PCCT stellt einen bedeutenden technologischen Fortschritt in
der Computertomographie dar. Im Gegensatz zu herkömmlichen CT-
Systemen werden die einzelnen Röntgenphotonen direkt gezählt und nach
ihrer Energie analysiert. Dadurch entsteht ein wesentlich
detailreicheres Bild des menschlichen Körpers – mit einer bisher
unerreichten Präzision. Die direkte Detektion der Röntgenphotonen
ermöglicht eine deutlich verbesserte räumliche Auflösung. Selbst
kleinste anatomische Strukturen können präziser dargestellt werden.
Kleine Gefäßstrukturen wie z. B. die Herzkranzgefäße können auch bei
Sklerose oder implantierten Stents noch gut beurteilt werden, womit
ein weiterer Fortschritt in der Herz-Bildgebung erreicht wird.

„Diese neue Technologie ermöglicht eine hochpräzise Bildgebung
auf internationalem Spitzenniveau und eröffnet völlig neue
diagnostische Möglichkeiten. Durch die exakte Detektion einzelner
Lichtteilchen können Erkrankungen früher und genauer erkannt werden.
Gleichzeitig festigt der Photon-Counter den universitären Standort
nachhaltig und steigert dessen Attraktivität für Spitzenforschung und
internationale Kooperationen“, so Johann Steinböck, Lead Buyer,
Leitung Competence Center Medizintechnik.

Die energieaufgelöste Photonenzählung erlaubt auch eine
verbesserte Charakterisierung unterschiedlicher Gewebe und
Materialien und eröffnet neue diagnostische Möglichkeiten in der
onkologischen Bildgebung, in der Schlaganfalldiagnostik und Abklärung
anderer neurologischer Erkrankungen sowie in der Diagnostik von
Erkrankungen der Lunge und des muskuloskelettalen Apparats.

Die hohe Effizienz der Detektortechnologie ermöglicht exzellente
Bildqualität bei gleichzeitig niedriger Strahlendosis. Besonders
profitieren können Patientinnen und Patienten, die wiederholt CT-
Untersuchungen benötigen, beispielsweise in der Onkologie oder bei
chronischen Erkrankungen oder in der Verlaufskontrolle von Gefäß- und
Herzerkrankungen. Die Reduktion der Strahlendosis ist auch in der
pädiatrischen Bildgebung von enormem Vorteil.

„Die Technologie der Photonenzählung gilt als einer der größten
Innovationsschritte in der CT-Bildgebung der letzten Jahrzehnte. Mit
der Installation eines Photonen-Counting-CT im Klinischen Institut
für diagnostische und interventionelle Radiologie am
Universitätsklinikum St. Pölten hat die NÖ Landesgesundheitsagentur
einen weiteren Schritt für eine individuelle und qualitativ
hochwertige Patientinnen- und Patientenversorgung gesetzt“,
unterstreicht Franz Laback, Geschäftsführer Gesundheit Region Mitte
GmbH, die Bedeutung der Anschaffung.

Weitere Informationen beim Medienservice der NÖ
Landesgesundheitsagentur medienservice@noe-lga.at oder unter
www.landesgesundheitsagentur.at/newsroom/