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SPÖ-Schatz zum Gedenktag zur Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen: „‘Nie wieder’ ist jetzt”

Wien (OTS) – „Der Schwur der Überlebenden von Mauthausen ist Auftrag
und
Verpflichtung für uns alle“, erklärt SPÖ-Abgeordnete und Sprecherin
für Erinnerungskultur Sabine Schatz anlässlich des Gedenktages zur
Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen am 5. Mai. „Die
Überlebenden haben uns ein Vermächtnis hinterlassen: ein klares ‚Nie
wieder‘ und den Auftrag, für eine Gesellschaft einzustehen, die frei
von Faschismus, Rassismus und Antisemitismus ist. Es liegt an uns,
diesen Auftrag weiterzutragen und aktiv zu verteidigen“, so Schatz.
Gerade angesichts aktueller Entwicklungen sei dieser Auftrag
dringlicher denn je: „Erinnerungskultur ist kein Blick zurück,
sondern eine Verantwortung im Jetzt. Wenn rechtsextreme Ideologien
wieder an Boden gewinnen, wenn Hass und Hetze zunehmen, dann müssen
wir umso entschlossener dagegenhalten.“ ****

Besonders besorgniserregend seien die Angriffe auf Gedenkorte:
„Wie eine Anfragebeantwortung aus dem Innenministerium zeigt, wurden
allein im Jahr 2025 mindestens sieben Schändungen von Gedenkstätten
und Mahnmalen für die Opfer des Nationalsozialismus registriert,
darunter die KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Gusen sowie mehrere
Erinnerungszeichen im öffentlichen Raum. In sechs von sieben Fällen
wurde ein rechtsextremer Hintergrund festgestellt. „Gedenkstätten
sind sichtbare Zeichen unserer historischen Verantwortung. Wer sie
schändet, greift nicht nur Orte des Erinnerns an, sondern unsere
demokratischen Grundwerte insgesamt. Schändungen von Gedenkstätten
und Mahnmalen für die Opfer des Nationalsozialismus sind keine
Einzelfälle, sondern Ausdruck einer ideologischen Bedrohung durch
Rechtsextremisten”, so Schatz.

Für die SPÖ-Abgeordnete ist klar, dass Erinnerungspolitik und der
Kampf gegen Rechtsextremismus untrennbar zusammengehören: „Der Schwur
von Mauthausen verpflichtet uns, aktiv zu handeln. Das heißt:
konsequente Bekämpfung von Rechtsextremismus, Stärkung politischer
Bildung, Absicherung von Gedenkinitiativen und ein klares politisches
Bekenntnis zu einer offenen und solidarischen Gesellschaft.“
Abschließend hält Schatz fest: „Gerade am 5. Mai gilt: Nie wieder ist
kein Satz für Gedenkreden. Es ist ein Auftrag für politisches
Handeln.” (Schluss) mf/ff