Schönheit

Umfrage zeigt Automatenshops im Aufwind

Baden (OTS) – Leerstehende Geschäftsflächen, veränderte
Konsumgewohnheiten und der
Wunsch nach flexiblen Einkaufsmöglichkeiten verändern den Handel.
Eine repräsentative Studie des Markt- und Meinungsforschungsinstituts
Marketagent zeigt: Automatenshops, also Geschäfte ohne Personal, in
denen Produkte rund um die Uhr aus Automaten gekauft werden können,
gewinnen zunehmend an Bekanntheit und Akzeptanz in Österreich.

Zwtl.: Fact Box:

– Leerstand: 77% haben den Eindruck, dass die Anzahl an leerstehenden
Geschäften zunimmt. 87% empfinden Leerstand grundsätzlich als
besorgniserregend.

– Automatenshops: 93% haben schon von Automatenshops gehört, 29%
haben dort bereits eingekauft (Gen Z: 40%).

– Vor- und Nachteile: Rund um die Uhr geöffnet (64%) und praktisch
für den Notfall (61%) werden als größte Vorteile wahrgenommen. Die
Top 3 Nachteile sind Preisaufschläge (49%), begrenzte Produktauswahl
(44%), kein Personal (43%).

– Bevorzugte Standorte: Bei Bahnhöfen/ Haltestellen (54%), in
ländlichen Regionen (52%), bei Krankenhäusern/ Gesundheitszentren (32
%)

– Einkauf: 54% können sich (eher) vorstellen, künftig in
Automatenshops einzukaufen. Top 3 Einkaufskategorien dabei: Snacks/
Süßigkeiten (54%), alkoholfreie Getränke (52%), verpackte
Lebensmittel (45%).

– Ausblick: 64% sehen Automatenshops als gute Ergänzung zum
stationären Handel, 56% meinen, sie können Leerstände auffüllen und
Straßen beleben. 48% sprechen sich allerdings für Einschränkungen in
der Nacht bzw. in Wohngebieten aus.

Für die Studie wurden 1.000 Personen im Alter von 14 bis 75
Jahren repräsentativ für die österreichische Bevölkerung befragt. Die
Ergebnisse zeigen deutlich: Der Wandel im Einzelhandel wird von
vielen Menschen wahrgenommen und Automatenshops könnten dabei eine
wichtige Rolle spielen.

Zwtl.: Sorge über Leerstände in Innenstädten

Die Entwicklung vieler Ortszentren bereitet der Bevölkerung
zunehmend Sorgen. 77 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher
haben den Eindruck, dass die Zahl leerstehender Geschäfte zunimmt,
und 87 Prozent empfinden diese Entwicklung grundsätzlich als
besorgniserregend. Die Suche nach neuen Nutzungsmöglichkeiten für
leerstehende Geschäftsflächen wird daher immer wichtiger.

Zwtl.: Automatenshops: Hohe Bekanntheit, wachsendes Interesse

Und genau hier kommen Automatenshops ins Spiel. Vielen sind sie
bereits ein Begriff: 93 Prozent der Befragten haben schon einmal von
Automatenshops gehört und 29 Prozent haben bereits selbst in einem
solchen Shop eingekauft. Besonders offen zeigt sich die junge
Generation: In der Generation Z liegt der Anteil der bisherigen
Nutzer*innen schon bei rund 40 Prozent. Auch für die Zukunft zeigt
sich ein deutliches Potenzial: 54 Prozent der Befragten können sich
vorstellen, künftig (wieder) in Automatenshops einzukaufen (
Generation Z: 69%).

„ Automatenshops treffen den Zeitgeist: Sie ermöglichen eine
unkomplizierte Nahversorgung rund um die Uhr und können gleichzeitig
eine sinnvolle Nutzung für leerstehende Geschäftsflächen schaffen.
Damit entwickeln sie sich zunehmend zu einer modernen Ergänzung des
klassischen Einzelhandels“ , ist Philipp Ostermann , Unternehmer und
Betreiber des Automatenshops snaccident, überzeugt.

Zwtl.: Flexibel und praktisch, aber nicht ohne Kritik

Der größte Vorteil aus Sicht der Konsumentinnen und Konsumenten
liegt in der durchgehenden Verfügbarkeit: 64 Prozent gefällt, dass
Automatenshops rund um die Uhr geöffnet sind. 61 Prozent sehen sie
als praktische Lösung für Notfälle, etwa wenn dringend ein Produkt
benötigt wird und klassische Geschäfte bereits geschlossen sind. Auch
die Möglichkeit, regionale Produkte anzubieten, wird von mehr als
einem Drittel positiv hervorgehoben (35%).

Auf der anderen Seite gibt es auch Kritik: Preisaufschläge auf
Produkte (49%), eine begrenzte Produktauswahl (44%) sowie das
fehlende Personal bzw. mögliche Arbeitsplatzverluste im Handel (43%)
zählen zu den größten Bedenken.

Die beliebtesten Produkte in Automatenshops sind übrigens Snacks
bzw. Süßigkeiten (54%) und alkoholfreie Getränke (52%). Aber auch
verpackte Lebensmittel (45%), Drogerie- und Hygieneartikel (43%)
sowie Notfall- und Reiseartikel (43%) sind beliebt.

Zwtl.: Ergänzung statt Ersatz für den Handel

Als besonders geeignet gelten Automatenshops laut Befragten vor
allem dort, wo flexible Einkaufsmöglichkeiten gefragt sind (Bahnhöfe
und Haltestellen: 54%) oder die Nahversorgung eingeschränkt ist (
Ländliche Regionen: 52%).

Insgesamt sieht eine Mehrheit Automatenshops nicht als Ersatz,
sondern als Ergänzung zum bestehenden Handel. Fast zwei Drittel
betrachten sie als sinnvolle Ergänzung zum stationären Einzelhandel (
64%), während 56 Prozent glauben, dass Automatenshops helfen könnten,
Leerstände zu füllen und Straßen wieder zu beleben. Gleichzeitig
plädiert knapp die Hälfte der Bevölkerung für gewisse Regeln: 48
Prozent sprechen sich für Einschränkungen von Automatenshops in der
Nacht oder in Wohngebieten aus.

„ Automatenshops treffen einen Nerv unserer Zeit und werden als
praktische und zeitgemäße Ergänzung im Handel wahrgenommen. Gerade
vor dem Hintergrund zunehmender Geschäftsleerstände können sie auch
ein spannender Baustein für die Belebung von Ortszentren sein. Sie
bieten eine niederschwellige Möglichkeit, Flächen wieder zu nutzen
und die Nahversorgung zu erweitern “, analysiert Thomas Schwabl ,
Gründer und Geschäftsführer von Marketagent.