Schon seit einigen Jahren ist bekannt, dass der Bereich Wellness ein Milliardenmarkt ist. Somit ist es auch keine große Überraschung, dass zahlreiche Unternehmen mitmischen möchten. Schlussendlich können hier erfolgversprechende Geschäfte abgeschlossen werden. Doch der Wellness-Markt ist auch für Kleinanleger interessant – viele Gesellschaften sind nämlich auch börsennotiert. Aber nicht nur Einzeltitel versprechen mitunter hohe Gewinne; der vor wenigen Jahren ins Leben gerufene JB-Well-Index konnte sich sogar besser als der MSCI Welt-Index entwickeln.

Sollten Anleger in den JB-Well-Index investieren?

Doch wer sich mit dem Thema befasst, der wird relativ schnell feststellen, dass es mitunter ganz schön schwierig ist, die klassischen Wellness-Aktien zu finden. Bislang gibt es nämlich keinen verlässlichen Überblick über jene Unternehmen, die sich am Wellness-Markt befinden. Das Problem? Aufgrund der Tatsache, dass zahlreiche Unternehmen, die in den unterschiedlichsten Bereichen angesiedelt sind, ebenfalls am Wellness-Markt mitnaschen möchten, verlieren die Anleger schnell einmal den Überblick. Die Abgrenzung ist auch für Profis schwer. Natürlich gehören Familienbetriebe, die Wellness-Hotels führen, dazu; auch Naturkosmetikhersteller besiedeln den Wellness-Markt. Doch gehören auch weltweit tätige Kosmetikkonzerne dazu, die gerade einmal ein Wellness-Duschgel im Sortiment haben? Aufgrund der Tatsache, dass die Marktentwicklung kaum zu durchblicken ist, schuf das Bankhaus Julius Bär den JB-Well-Index, in dem sich zahlreiche Wellness-Unternehmen befinden, die an der Börse notiert sind. So können Anleger – ohne große Suche – an den positiven Marktentwicklungen teilhaben. Ein Blick auf den Julius Bär-Wellness Index zeigt, dass sich dieser – in den letzten zehn Jahren – sogar besser als der MSCI Welt-Index entwickelte. Doch der Anleger darf jetzt nicht glauben, dass es sich um einen wirklich transparenten Index handelt – der Index beinhaltet „rund 30 Titel“, wobei 17 von Bär zum sogenannten „Basket-Zertifikat“ zusammengefasst wurden. Die restlichen Unternehmen, die scheinbar ebenfalls am „Wellness Markt vertreten“ sind, werden aber nicht genannt. Auch in welchen Währungen die Anteile gehandelt werden, ist unbekannt.

Brustvergrößerungen und Zahnimplantate – kann hier noch von Wellness gesprochen werden?

Über vier Kontinente und sechs Bereiche wurden Zertifikate gestreut, sodass der Wellness-Bereich „nahezu perfekt“ abgedeckt werden konnte. So werden etwa die Branchen Ernährung, Schönheitsmedizin, Ernährung, Freizeitaktivitäten genauso berücksichtigt wie Fitness-Geräte oder der direkte Vertrieb von diversen Wellness-Produkten. Doch sind Zahnimplantate, Brustvergrößerungen oder Kreuzfahrten wirklich ein Teil des Wellness-Marktes? Der „Deutsche Wellnessverband“ würde hier wohl den Kopf schütteln; solange jedoch die Anleger profitieren, spielt es wohl für sie keine Rolle. Auch L’Oréal findet sich im Index. Ein Wellness-Unternehmen? Auch wenn das Unternehmen selbst behauptet, am Wellness-Markt aktiv zu sein, so vertreibt der Konzern kein einziges Wellness-Produkt.

10 Prozent des Einkommens fließt in Wellness-Dienstleistungen

Doch warum floriert das Wellness-Geschäft? Fakt ist: Je mehr Geld und je weniger Zeit die Konsumenten haben, desto tiefer greifen sie in die Taschen, wenn es um Dienstleistungen oder Freizeitaktivitäten geht. Vor allem jene Menschen, die in Industrieländern leben, geben rund 10 Prozent des Einkommens für diverse Freizeitaktivitäten aus, die in Verbindung mit Wellness stehen. Die Tendenz? Steigend. Ob Ferienreisen, Fitnessclubs oder auch Wellness-Aufenthalte. Die Folgen? Die Wellness-Aktien boomen – Anleger, die in den Markt investiert haben, dürfen sich also auch in der Zukunft über hohe Gewinne freuen.

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