Wien (OTS) – Anlässlich der Feierlichkeiten rund um das 30-Jährige
Jubiläum des
Nationalparks Donau-Auen erinnert Wolfgang Rehm von der aus der
Hainburg Bewegung entstandenen Umweltorganisation VIRUS an die
Umstände des Zustandekommen des Nationalparks: „Es darf nicht
vergessen werden, dass es nur durch breites zivilgesellschaftliches
Engagement rund um das Jahr 1984 und darüber hinaus möglich war, die
Politik dazu zu bringen 1996 ohne March und Thaya aber immerhin in
den Donauauen und hier auf 9.300 von geplanten 11.500 ha die
Schaffung eines Nationalparks zu ermöglichen“.
So sei es durch Öffentlichkeitsarbeit, zivilen Ungehorsam im
Rahmen verfassungsmäßig geschützter Versammlungen,
direktdemokratische Instrumente sowie insbesondere durch das
erfolgreiche Ausnutzen der spärlich verfügbaren Rechtsmittel
gelungen, ein in jeder Hinsicht kontraproduktives Donaukraftwerk zu
verhindern, damit eine der verbliebenen beiden freien Fließstrecken
der Donau in Österreich zu erhalten und die Donauauen zu schützen.
Seither gehe es auch darum, die Folgen nachteiliger menschlicher
Eingriffe zu beseitigen und bliebe hier noch viel zu tun, wie allein
der Kampf gegen die Blockade der Stadt Wien hinsichtlich einer
Wasserdotation der Unteren Lobau zeige. In den Jahren nach
Nationalparkgründung habe sich gezeigt, dass der wichtige
Nationalparkstatus erwartbar allein keinen ausreichenden Schutz gegen
die multiplen Bedrohungen durch Bauprojekte wie etwa den Lobautunnel
biete und Ausnahmebewilligungen Spielball teilweise
nationalparkfeindlicher Politik seien. Der Nationalpark brauche somit
über die Verwaltung hinaus weiteren Schutz. „Die österreichische
Umweltbewegung wird die Donau-March Thaya Auen weiterhin mit allen zu
Gebote stehenden Mitteln gegen jedwede schädliche Interessen und
Übergriffsversuche verteidigen“, so Rehm abschließend.