Wien (OTS) – Wie wird aus Forschung wirtschaftliche Stärke? Diese
Frage stand im
Zentrum des diesjährigen FFG Forums im MuseumsQuartier Wien. Über
1.000 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Forschung diskutierten am 9.
September darüber, welche Schlüsseltechnologien für Österreich und
Europa entscheidend sind – und wie aus technologischen Durchbrüchen
konkrete Anwendungen, Unternehmen und Wertschöpfung entstehen. Zu den
hochrangigen Gästen zählten Wirtschaftsminister Wolfgang
Hattmannsdorfer , Innovationsminister Peter Hanke ,
Forschungsministerin Eva-Maria Holzleitner , Staatssekretärin
Elisabeth Zehetner und FFG-Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Pseiner .
Zwtl.: Schlüsseltechnologien als Basis für Souveränität und
Wettbewerbsfähigkeit
Technologische Souveränität entsteht dort, wo Forschung,
Unternehmen, Talente und Kapital zusammenwirken. Wirtschaftsminister
Wolfgang Hattmannsdorfer eröffnete das Forum mit einem klaren
Bekenntnis zu einer zukunftsorientierten Wirtschafts- und
Innovationspolitik: „Österreich verfügt über eine starke
Forschungslandschaft. Die entscheidende Frage ist, wie wir daraus
noch stärker wirtschaftliche Stärke, Wertschöpfung und Arbeitsplätze
machen. Unser Standort punktet nicht durch billigste Produktion, das
wollen wir auch nicht. Wir punkten durch Know-how und Innovation,
deshalb bringen wir Forschung und Wirtschaft im Rahmen der
Industriestrategie noch enger zusammen und Innovationen schneller in
die Anwendung und auf die Märkte.“
Auch Innovationsminister Peter Hanke unterstrich die Bedeutung
einer klaren Schwerpunktsetzung: „Wir setzen unsere Ressourcen dort
ein, wo sie den größten Hebel haben; für die Industrie, den
Wirtschaftsstandort und damit für die Menschen. Mit der
Schlüsseltechnologieoffensive setzen wir gezielt dort an, wo
Österreich bereits stark ist oder das Potenzial hat, international an
die Spitze zu kommen. Damit schaffen wir klare Perspektiven und
Planungs- und Investitionssicherheit für Forschung und Unternehmen
und stärken Österreichs technologische Souveränität.“
Zwtl.: Von der Forschung zum globalen Markt
Das Programm des FFG Forums zeigte, wie eng technologische
Entwicklung und wirtschaftliche Umsetzung miteinander verbunden sind.
Künstliche Intelligenz, Quantentechnologie und Weltraumtechnologien
standen ebenso im Fokus wie die Frage, wie aus wissenschaftlichen
Durchbrüchen marktfähige Lösungen werden. Im Mittelpunkt standen
dabei unter anderem Gründungen und Spin-offs, der Zugang zu Kapital
und die Erschließung internationaler Märkte.
Auch junge Innovatorinnen und Innovatoren präsentierten bei der
Falling Walls Lab Vienna Pitch Session ihre Projekte. Das Publikum
entschied per Live-Voting, wer Österreich beim globalen Finale in
Berlin repräsentieren wird.
Zwtl.: FFG: Innovationen bis zur Marktreife begleiten
Die beiden FFG-Geschäftsführerinnen Henrietta Egerth und Karin
Tausz betonten bei der Abendgala den langfristigen Auftrag der FFG:
„Seit mittlerweile mehr als 20 Jahren gestaltet die FFG gemeinsam mit
innovativen Forschenden und Wirtschaftstreibenden Zukunft. Gerade
jetzt gilt es, in unsere technologische Handlungsfähigkeit und damit
in Schlüsseltechnologien der Zukunft zu investieren. Entscheidend
ist, dass wir Innovationen nicht nur ermöglichen, sondern Projekte
von der Forschung über die Entwicklung bis zur Marktreife und darüber
hinaus begleiten.“
Ein Höhepunkt der Abendgala war der Talk „The Beauty of
Technology: Fashion as an Interface Between Human and Machine“ mit
FashionTech-Designerin Anouk Wipprecht und Neurowissenschaftler
Christoph Guger . Dabei ging es um Wearable Technologies und neue
Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine.
Das FFG Forum 2026 machte deutlich: Österreichs technologische
Zukunft entscheidet sich nicht allein an der Spitze der Forschung,
sondern daran, wie schnell daraus Anwendungen, Unternehmen und
Wertschöpfung entstehen.
Über die FFG:
Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG ist die
nationale Förderagentur für angewandte Forschung und Entwicklung in
Österreich und unterstützt österreichische Unternehmen,
Forschungsinstitutionen und Forschende mit einem umfassenden Angebot
an Förderungen und Services. Die FFG steht im Eigentum der Republik
Österreich. Eigentümervertreter des Bundes sind das Bundesministerium
für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) und das
Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET).