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Europa zwischen USA und China: Der Weg zum KI-Frontrunner

Wien (OTS) – Wie kann Europa im globalen Technologie- und
KI-Wettbewerb gegenüber
den USA und China bestehen und in entscheidenden Zukunftsfeldern
selbst zum Frontrunner werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt der
Diskussionsveranstaltung im Rahmen des CMC Masters Club des WKÖ-
Fachverbandes Unternehmensberatung, Buchhaltung und
Informationstechnologie (UBIT) in Wien.

Auf Einladung von Wilfried Drexler, Obmann des Fachverbandes
UBIT, diskutierten Christoph Neumayer, Gastgeber und Generalsekretär
der Industriellenvereinigung, und Lukas Mandl, Abgeordneter zum
Europäischen Parlament, über die Voraussetzungen für mehr
technologische Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und digitale
Souveränität in Europa. Moderiert wurde der Abend von Alfred Harl,
Präsident des europäischen Beratungsverbandes FEACO.

Wege zur digitalen Souveränität Europas

In seiner Begrüßung wies UBIT-Obmann Drexler darauf hin, dass
„digitale Souveränität kein Schlagwort bleiben darf. Wer von
digitaler Souveränität spricht, muss über die Förderung nationaler
bzw. europäischer Hardware sprechen.“

Der europäische Binnenmarkt umfasst rund 450 Millionen Menschen,
eine starke industrielle Basis, hervorragende Universitäten und
Forschungseinrichtungen und Weltmarktführer in vielen industriellen
Schlüsseltechnologien. Bei Betriebssystemen, Smartphones und globalen
Plattformen spielen europäische Anbieter praktisch keine führende
Rolle.

„Europa verfügt über Know-how, Forschung und starke Unternehmen.
Europa hat also möglicherweise weniger ein Wissensproblem als ein
Umsetzungs- und Skalierungsproblem“, sagte Moderator Alfred Harl zu
Beginn der Diskussion.

Europas Industrie braucht mehr Tempo bei Entscheidungen

„Europa fällt gegenüber den USA und China im Vergleich zurück.
Hohe Energiepreise, überbordende Bürokratie und zu langsame
Entscheidungen kosten Investitionen und Arbeitsplätze“, betonte IV-
Generalsekretär Christoph Neumayer in seinem Statement.

Aus Sicht der Industrie geht es nicht nur um technologische
Souveränität, sondern ebenso um wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen.
Ziel müsse es sein, Innovationen schneller zu skalieren,
Investitionen zu erleichtern und Schlüsseltechnologien konsequent zur
Anwendung zu bringen. Entscheidend ist, dass Regulierung und
Standortpolitik die unternehmerische Dynamik fördern und nicht
hemmen.

Schluss mit Überregulierung in Europa

„Europa muss seine Stärken besser ausspielen und seine Schwächen
ausmerzen. Es muss Schluss sein mit Überregulierung. Die Sparguthaben
Europas müssen in Investitionen umgewandelt werden, so stärker
wachsen und Europas Wirtschaft zum Aufschwung verhelfen. Europa ist
durch Verlässlichkeit und internationale Kooperation die stärkste
soft power der Welt und muss daraus mehr Kraft entfalten“, so
Europaparlamentarier Lukas Mandl.

Und Moderator FEACO-Präsident Alfred Harl führte weiter aus:
„Europa braucht nicht 27 nationale Digitalstrategien, sondern einen
tatsächlich funktionierenden europäischen digitalen Binnenmarkt und
muss neben dem Regulieren wieder stärker das Entwickeln, Investieren,
Skalieren und Vermarkten in den Mittelpunkt stellen.“

Unternehmensberatung und IT als Umsetzer der Transformation

Für den Fachverband UBIT ist von Bedeutung, dass Europas
Technologiepolitik mit Hilfe von Unternehmensberatern und IT-Experten
in konkrete Unternehmensstrategien, sichere IT-Architekturen und
tragfähige Geschäftsmodelle übersetzt wird. „Gerade für kleine und
mittlere Unternehmen braucht es einen praxisnahen Zugang zu KI, Cloud
-Technologien, Cybersecurity und Digitalisierung und hier sind unsere
wissensbasierten Dienstleister die besten Übersetzer“, hielt
Fachverbandsobmann Wilfried Drexler abschließend fest.

Über den Fachverband UBIT

Mit mehr als 88.000 Mitgliedern gehört der Fachverband
Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) zu den größten und
dynamischsten Fachverbänden der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).
Er nimmt die Interessen der Unternehmerinnen und Unternehmer aus den
Bereichen Unternehmensberatung, Buchhaltung und
Informationstechnologie wahr. Ziel ist es, berufsrelevante
Rahmenbedingungen zu optimieren und dem Markt die Leistungen der
Berufsgruppen zu kommunizieren. Informationen: www.ubit.at (
PWK471/JHR)