Neunkirchen/Mödling (OTS) – Zwei Monate nach der Übernahme der Marke
und Erwerb wesentlicher
Assets zieht MediaShop by ONE Spot GmbH eine erste Bilanz der
Neuaufstellung. Seit Anfang Juni dieses Jahres wurde das Unternehmen
organisatorisch, technologisch und operativ weitgehend neu
aufgesetzt. Die Kostenbasis wurde massiv reduziert, zentrale Systeme
wurden ersetzt, die Logistik neu organisiert und gleichzeitig die
internationale Vertriebsreichweite deutlich ausgebaut. Das operative
Geschäft ist mittlerweile Cashflow-positiv. Für das laufende
Geschäftsjahr plant MediaShop einen Umsatz von rund 40 Mio. Euro.
„Wir haben auf Basis einer bekannten und starken Marke in
kürzester Zeit ein neues Unternehmen aufgebaut. Nach zwei Monaten
stehen wir operativ auf soliden Beinen, arbeiten Cashflow-positiv und
gewinnen gleichzeitig wieder Reichweite und neue Märkte“, sagt
Christoph Bauer, Eigentümer von MediaShop by ONE Spot.
Die neue Gesellschaft hat mit 1. Juni 2026 die Verantwortung für
die weitere Entwicklung der Marke übernommen. Seither wurde praktisch
die gesamte operative Infrastruktur neu geordnet. Rund 40
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten heute für das Unternehmen.
Gleichzeitig wurden ERP-, CRM- und weitere IT-Systeme neu aufgesetzt
sowie zahlreiche Prozesse digitalisiert und vereinfacht.
Zwtl.: Infrastrukturkosten auf einen Bruchteil reduziert
Besonders deutlich zeigt sich die Neuaufstellung bei den
laufenden Strukturkosten. Für IT, Infrastruktur und Software fielen
in der früheren Organisation monatlich Kosten in einer Größenordnung
von rund 250.000 Euro an. Heute liegen die vergleichbaren laufenden
Aufwendungen signifikant darunter – in der Höhe von rund 20.000 Euro
im Monat.
„Entscheidend für unseren Geschäftserfolg ist nicht der Umsatz,
sondern was nach den Kosten übrigbleibt. Deshalb haben wir jeden
Prozess, jeden Vertrag und jede Struktur hinterfragt. Dass wir heute
mit einem Bruchteil der früheren Infrastrukturkosten arbeiten und
gleichzeitig bereits wieder wachsen, zeigt, wie fundamental diese
Neuaufstellung ist“, so Bauer.
Diese Neuausrichtung umfasst auch die bisherige
Unternehmenszentrale in Neunkirchen/NÖ. MediaShop plant die
Übersiedlung an einen neuen Standort. „Der neue Mietvertrag befindet
sich derzeit in Verhandlung“, sagt Bauer. Mit dem Wechsel soll die
genutzte Bürofläche deutlich reduziert und gleichzeitig effizienter
organisiert werden. Das neue Konzept orientiert sich an der
wesentlich schlankeren Organisation und einer stärker digitalisierten
Arbeitsweise.
Zwtl.: Von 16 auf 50 TV-Sender innerhalb weniger Wochen
Parallel zur internen Neuaufstellung wurde die
Vertriebsreichweite deutlich ausgebaut. Im April 2026, kurz nach
Insolvenz der Mediashop Gruppe, war MediaShop auf 16 TV-Sendern in
zwei Ländern präsent, im Mai auf 20 Sendern. Im Juni waren es bereits
37 TV-Sender in drei Ländern, im Juli 45 Sender in vier Ländern. Im
August erreicht MediaShop rund 50 TV-Sender in fünf Ländern. (Ö, D,
CH, HU, SK)
Damit wird das Geschäftsmodell wieder konsequent international
ausgerichtet. Neben den bestehenden Kernmärkten sollen schrittweise
weitere Märkte erschlossen beziehungsweise reaktiviert werden.
Ungarn, Tschechien, die Slowakei und Rumänien stehen dabei im Fokus.
In Ungarn wurde bereits eine Tochtergesellschaft gegründet.
MediaShop positioniert sich dabei als Spezialist für
Demonstrations-Commerce. Im Mittelpunkt stehen Produkte, deren Nutzen
erklärt und demonstriert werden kann. TV bleibt dafür ein
wesentlicher Kanal, wird aber zunehmend mit Online, Social Media und
weiteren digitalen Vertriebskanälen verbunden. „Wir wollen nicht
Amazon, Temu oder Shein kopieren – das ist nicht unser Geschäft und
das sind auch nicht unsere Mitbewerber. Unsere Kompetenz beginnt
dort, wo ein Produkt erklärt werden muss, und sein Nutzen durch
Demonstration sichtbar wird. In einer Welt mit einem nahezu
unbegrenzten Angebot wird nicht noch mehr Auswahl zum entscheidenden
Faktor, sondern Orientierung und Vertrauen. Genau dort sehen wir die
Stärke von MediaShop“, sagt Bauer.
Zwtl.: 10.000 Paletten übernommen – Sortiment wird neu aufgebaut
Auch Warenbestand und Logistik befinden sich mitten im
Transformationsprozess. Im Zuge der Übernahme wurden rund 10.000
Paletten Warenbestand übernommen. Dieser Bestand wird derzeit
systematisch abgebaut und neu bewertet. Parallel beschafft MediaShop
Neuware und baut das künftige Sortiment auf.
Die Produktauswahl soll künftig noch stärker nach Qualität,
tatsächlichem Kundennutzen und internationaler Skalierbarkeit
erfolgen. MediaShop versteht sich dabei zunehmend als Kurator:
Produkte werden ausgewählt und geprüft, ihr Nutzen wird demonstriert
und erfolgreiche Produkte anschließend über unterschiedliche Kanäle
und Länder skaliert.
„Europa braucht nicht noch mehr austauschbare Billigware aus
Fernost. Wir setzen auf Produkte, deren Qualität wir vertreten können
und deren Nutzen wir unseren Kundinnen und Kunden überzeugend zeigen
können. Vertrauen wird im Handel zu einem immer wichtigeren
Wettbewerbsvorteil“, so Bauer.
Parallel dazu arbeitet das Unternehmen an einer neuen
Logistikstruktur. Im Zuge der Expansion in Zentral- und Osteuropa
wird auch der Aufbau beziehungsweise die weitgehende Automatisierung
eines Logistikstandorts geprüft. Die neue Infrastruktur soll darauf
ausgelegt sein, zusätzliche Märkte und steigende Volumina
abzuwickeln, ohne die frühere Kostenstruktur erneut aufzubauen.
Zwtl.: 40 Mio. Euro Umsatz 2026 – mittelfristiges Ziel bei 120 Mio.
Euro
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 plant MediaShop einen Umsatz
von rund 40 Mio. Euro. Mit der weiteren Internationalisierung,
zusätzlichen Vertriebskanälen, einem erneuerten Produktsortiment und
einer skalierbaren Logistik- und IT-Infrastruktur verfolgt das
Unternehmen mittelfristig ein Umsatzziel von rund 120 Mio. Euro.
Das Wachstum soll dabei ausdrücklich nicht mit einem Wiederaufbau
der früheren Strukturen verbunden sein. Die neue Organisation ist
darauf ausgerichtet, zusätzliche Märkte und steigende Umsätze mit
einer weitgehend skalierbaren technologischen und logistischen
Infrastruktur abzuwickeln. „Die ersten beiden Monate haben gezeigt,
dass die neue Struktur funktioniert. Jetzt investieren wir in
Wachstum: in neue Märkte, zusätzliche Reichweite, Produkte,
Technologie und Automatisierung. Für diesen nächsten Schritt planen
wir auch eine Kapitalmaßnahme. Entscheidend ist dabei für uns: Wir
finanzieren die Skalierung eines operativ neu aufgestellten
Unternehmens“, sagt Bauer.
Zwtl.: Paketabgabe als zusätzlicher Standortnachteil
Kritisch sieht MediaShop die unterschiedlichen regulatorischen
Rahmenbedingungen im europäischen Wettbewerb. Insbesondere die
österreichische Paketabgabe stellt für international tätige
Handelsunternehmen aus Sicht des Unternehmens einen zusätzlichen
Standortnachteil dar.
„Österreichische Händler mit einer Paketabgabe zusätzlich zu
belasten, während globale Plattformen den europäischen Markt mit
Millionen Paketen bedienen, ist industriepolitisch schwer
nachvollziehbar. Wir investieren trotzdem in Österreich. Aber
Standortpolitik muss sich daran messen lassen, ob heimische
Unternehmen im internationalen Wettbewerb bessere oder schlechtere
Voraussetzungen bekommen“, sagt Bauer.
Für MediaShop sei dies kein Grund, die Wachstumsstrategie infrage
zu stellen. Die Entwicklung der vergangenen Wochen habe vielmehr
gezeigt, wie wichtig eine schlanke Kostenstruktur und eine
international skalierbare Organisation für einen europäischen
Handelsanbieter seien. „Wir haben in zwei Monaten die Basis
geschaffen. Jetzt geht es darum, daraus wieder ein großes
europäisches Geschäft zu entwickeln – profitabel, international und
mit einer Kostenstruktur, die Wachstum trägt“, so Bauer.
Über MediaShop by ONE Spot
MediaShop by ONE Spot GmbH entwickelt und vertreibt Produkte mit
besonderem Fokus auf Demonstrations-Commerce. Das Unternehmen zeigt
den konkreten Nutzen ausgewählter Produkte über TV, Online, Social
Media und weitere Vertriebskanäle und skaliert erfolgreiche Produkte
über mehrere europäische Märkte. Seit Juni 2026 wird die Marke
MediaShop in Österreich, Deutschland und der Schweiz von der neuen
Gesellschaft weiterentwickelt. MediaShop by ONE Spot beschäftigt rund
40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und baut seine internationale
Vertriebspräsenz derzeit sukzessive aus.